Currykraut

Currykraut ist ein kleiner immergrüner Strauch der auch als Italienische Strohblume oder als Currystrauch bezeichnet wird und aus dem Mittelmeerraum stammt. Heute ist das Currykraut in Südeuropa, im Maghreb, auf den Ostägäischen Inseln und in Zypern, auf Garigues und Feldfluren beheimatet. Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler, Asteraceaeder, aus der Gattung der Strohblumen, Helichrysum. Die zwei bekannten Formen sind Helichrysum italicum und Helichrysum italicum Nanum, letztere ist eine Zwergform die nur eine Wuchshöhe von ungefähr 30 cm erreicht, normal sind eine Wuchshöhe von ungefähr 70 cm und eine Breite von 1 m. Der Name Currykraut kommt nicht von ungefähr da die Pflanze, besonders wenn es regnet, einen angenehmen Curryduft verbreitet. Die gräulich-weißen, filzig behaarten und dicht am Zweig stehenden jungen Blätter sind 2 bis 3 cm groß, länglich und etwas klebrig. Die Blattoberseite verkahlt mir der Zeit. Zwischen Mai und August bildet das Currykraut kleine, gelbe Blüten.

Currykraut im Garten kultivieren

Der ideale Standort für Currykraut ist ein sonniger und warmer Platz, gerne auch in voller Sonne. Der Boden sollte leicht und etwas trockener sein, auf wasserdurchlässigen Boden ist das Currykraut auch Winterhart. Fallen die Temperaturen aber unter -5 bis -12 C° ist ein Winterschutz erforderlich.

Blütezeit

Die Blütezeit vom Currykraut ist zwischen Mai und August.

Aussaat, Keimdauer und Keimtemperatur

Die Samen werden ab Februar in Töpfe ausgesät, die Keimdauer ist 10 bis 14 Tage bei einer Keimtemperatur etwa 18 bis 20 C°.

Vermehrung

Durch Stecklinge und Samen.

Saattiefe

0,5 bis 2 cm

Pflanzabstand

1/2 Wuchsbreite

Sammelgut

Das Sammelgut ist gesamte oberirdische Kraut bis zu Verholzung.

Currykraut Sammelzeit

Die Sammelzeit von Currykraut ist kurz vor der Blüte, die zwischen Mai und August ist. Mit dem einsetzten der Blüte lässt das Aroma der Pflanze nach.

Currykraut als Gewürz

Currykraut kann als optimaler Ersatz für die indische Gewürzmischung Curry verwendet werden, da das Aroma sehr ähnlich ist. Das Currykraut hat zudem eine bessere Verträglichkeit hat. Ideal verwendet werden kann das Currykraut für Reis-, Fisch-, Fleisch-, Suppen-, Schmor- und Gemüsegerichte. Man sollte das Sammelgut bei der Zubereitung für höchstens 5 Minuten mitkochen und kurz vor dem servieren entfernen. Bei längeren Mitkochen kann das Kraut schnell einen bitteren Geschmack hinterlassen.

Currykraut für die Teezubereitung

Für die Teezubereitung übergießt man 1 Esslöffel der zerkleinerten und getrockneten Blütenköpfe mit 250 ml kochend heißem Wasser. Nach einer Ziehzeit von 5 Minuten noch abseihen und fertig ist der Currykrauttee.

Currykrautöl

Aus dem Currystrauch wird auch ein ätherisches Öl gewonnen das man auch als Strohblumenöl oder Immortellenöl bezeichnet. Das Strohblumenöl ist eine gelbliche, klare und durchsichtige Flüssigkeit.

Currykraut Wirkung

Das Currykraut kann Bauchschmerzen lindern und bei Atemwegserkrankungen helfen, es wirkt antibakteriell, schleimlösend und krampflösend. Äußerlich in Form von Umschlägen, Waschungen oder als Einreibemittel angewandt lindert es Schmerzen bei Verstauchungen und glättet die Haut.

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