Stecklinge vermehren

Die Mutterpflanze sollten gesund, schädlingsfrei, in gutem Ernährungszustand und wüchsig sein. Die Pflanze sollte sich in der vegetativen Wachstumsphase befinden und nicht blühen oder bereits Früchtebilden. Bei der Vehrmehrung von Topfplanzen spielt die Temperatur eine wichtige rolle, generell sollten die Stecklinge nach dem Einpflanzen nicht kälter stehen als die Mutterpflanzen da sie sonst faulen können oder sich die Wurzelbildung verzögert. Bei Kopf- und Stammstecklingen sind zu weiche und zu stark verholzte Stecklinge zu vermeiden. Zum Schneiden verwenden Sie ein scharfes, möglichst desinfiziertes Messer zu verwenden. Scheren verursachen quetschungen welche die Erfolgschancen gegen Null tendieren lassen. Bei dicken Stämmen sollten Sie eine Säge mit feinen Sägeblatt verwenden um das Ausreißen von Stammfasern zu vermeiden. Der Schnitt ist knapp unterhalb eines Stängelknoten am Blattansatz auszuführen. Bis auf Ausnahmen wie Sumpfpflanzen sollten Stecklinge vor dem Einpflanzen einige stunden mit der Schnittstelle nach oben gelagert werden um die Schnittstelle auszutrocken um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Bei Wolfsmilchgewächsen, Maulbeergewächsen und Hundsgiftgewächsen muss der nach dem Schnitt austretende Milchsaft mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden, bevor er aushärtet. Die Bewurzelung von Stecklingen in Wasser funktioniert zwar in vielen Fällen vor allem bei feuchtigkeitsliebenden Pflanzen. Die ausgebildeten Wurzeln laufen allerdings Gefahr beim einpflanzen beschädigt zu werden worauf bei diesen Schritt besonders auf Vorsicht geachtet werden muss.

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