Kartoffelpflanze Aufbau

Die Kartoffeln werden vegetativ durch eine so genannte Mutterknolle vermehrt. Aus der Mutterknolle entwickeln sich die Wurzeln und ein Haupttrieb nach oben, aus dem die Kartoffelpflanze mit ihren Blättern und Blüten wächst. An dem Wurzelwerk entstehen die entscheidenden Ausläufer mit den neuen Knollen. Die Beeren die sich aus den Kartoffelblüten entwickeln sind hoch Giftig und dürfen nicht gegessen werden.

Aufbau der Knolle

Im Durchschnitt bestehen Kartoffelknollen aus etwa 75% Wasser, 18% Kohlenhydrate, 2% Eiweiß, 1% Vitamine und Mineralstoffe sowie zu 3% aus restlicher Biomasse. Der Großteil der Energie in der Knolle wird in der Form von Stärke gespeichert.

Wissenswertes über die Kartoffel

Weltweit gibt es etwa 5000 verschiedene Kartoffelsorten. Während die Farben der Knollen und der Blüten als auch ihre Form und Größe je Sorte teilweise stark variieren ist der Aufbau der Kartoffelpflanze im Ganzen der gleiche. Als die Kartoffel, früher als "tartuffel" bezeichnet, als Zierpflanze nach Europa gebracht wurde verstarben viele Leute da sie die giftigen Beeren probierten. So kam es das die Kartoffel fast 150 Jahre lang als Teufelskraut verschrien wurde. Erst später erkannte man dass der essbare Teil nicht die Früchte sondern die Speicherknollen waren. Durch den schlechten Ruf weigerten sich viele deutsche Bauern während der Hungersnöte um 1740 diese anzubauen. Hinzu kam das die unzubereitete Knolle nicht besonders schmeckt und eine Pflanze deren Früchte giftig sind, deren Wurzelknollen aber so gut sein sollten glaubten die Bauern einfach nicht. Darauf ließ der damalige Preußische König Friedrich der Große sich eine List einfallen. Er ließ Kartoffelfelder anlegen und diese von Soldaten bewachen um die Neugier der örtlichen Bauern zu wecken. Als die Bauern sich dann letzendlich nachts auf die Feldern herumtrieben um sich Kartoffeln zum Anbau zu "besorgen" schauten die Soldaten absichtlich auf Befehl des Königs einfach weg.

Pflanzenkunde für Pflanzenfreunde